Alexander hatte Clara gegen das bodentiefe Fenster gedrückt, bevor einer von beiden ein Wort sagte. Seine Brust lag flach an ihrem Rücken an und eine Hand hatte er bereits in ihre Haare gekrallt. Die Stadt breitete sich unter ihnen aus, ein glitzerndes Netz aus Scheinwerfern und Bürofenstern in der Frankfurter Skyline, das niemals schlief. Sie konnte die schwache Vibration des Verkehrs im Bankenviertel durch die Scheibe spüren – eine Erinnerung daran, dass tausende Fenster auf dieses Hochhaus gerichtet waren und nur die verspiegelte Beschichtung ihre Körper verbarg. Zumindest behauptete Alexander das. Ihre Handgelenke waren bereits über ihrem Kopf an einen dezenten Stahlring gefesselt, der fest in den Fensterrahmen geschraubt war. Das Leder schnitt gerade so sehr ein, dass ihr Puls in die Höhe schnellte.
„Farbe?“, fragte er mit leiser Stimme dicht an ihrem Ohr. Es war dieselbe Frage, die er ihr seit drei Jahren jedes Mal stellte, wenn sie die Linie überschritten, die sie gemeinsam gezogen hatten.
„Grün“, hauchte sie, und dieses einzige Wort löste eine tiefe Anspannung in ihrer Brust. Sie hatten wochenlang über diese Nacht gesprochen – darüber, wie weit sie gehen wollte, während die gesamte Skyline zusah und doch nichts erkannte. Harte Grenzen waren aufgestellt und verhandelt worden, und jetzt wurden sie in Echtzeit getestet.
Alexanders freie Hand glitt über ihren nackten Bauch hinab. Seine Finger spreizten sich über der Hitze zwischen ihren Oberschenkeln, ohne ihr jedoch den Druck zu geben, nach dem sie sich so sehr sehnte. Er hielt sie dort, gefangen zwischen dem kalten Glas und der massiven Wand seines Körpers, bis ihr Atem stoßweise ging. Dann drangen zwei Finger langsam und berechnend in sie ein, krümmten sich einmal und fanden genau die Stelle, die ihre Knie weich werden ließ.
„Sieh sie dir an“, befahl er. „Jedes Licht da unten. Jedes Auto. Wenn dieses Glas jemals nachgeben würde, würden sie alle genau sehen, wie feucht du wirst, wenn ich dir sage, dass du noch mehr nehmen sollst.“
Sie stöhnte auf, und ihr Atem ließ einen kleinen Kreis auf der Scheibe beschlagen. Die Fesseln knarrten, als sie instinktiv versuchte, nach ihm zu greifen. Alexander antwortete, indem er einen dritten Finger hinzufügte und mit seinem Daumen in engen, unerbittlichen Kreisen über ihren Kitzler strich. Ihre Oberschenkel zitterten. Die Lichter der Stadt verschwammen vor ihren Augen.
Er zog seine Hand weg, nur um sie durch die stumpfe Eichel seines Schwanzes zu ersetzen. Er rieb sie an ihren feuchten Falten entlang, ohne jedoch einzudringen. Diese Verweigerung war pure Absicht; sie war Teil des schmalen Grats, auf dem sie heute Nacht balancierten. Claras Stirn lag an der Scheibe an, und ihr Atem bildete kleine Nebelblüten auf dem kühlen Glas, bevor sie in sanften Schüben wieder verblassten.
„Bitte“, flüsterte sie, und das Wort schmeckte gleichzeitig nach Hingabe und Erlösung.
Alexander drang mit einem einzigen, gleichmäßigen Stoß in sie ein. Er dehnte sie so sehr um sich herum auf, dass ihr Mund zu einem stummen Schrei aufklappte. Er blieb tief in ihr, seine Hüften fest an ihre gepresst, und ließ sie jeden Zentimeter spüren, während sich die Spiegelung seiner dunklen Augen im Glas mit ihren traf. Eine Hand blieb fest in ihren Haaren verkrallt, die andere packte ihre Hüfte so fest, dass es blaue Flecken hinterlassen würde.
Er begann sich zu bewegen – mit langsamen, kreisenden Stößen, die über jeden ihrer empfindlichen Nerven glitten. Bei jedem tiefen Stoß prallten ihre Brüste leicht gegen die kühle Oberfläche. Der Kontrast zwischen dem kalten Glas und der heißen Haut ließ sie erzittern. Alexanders Rhythmus blieb bedächtig, bis sie anfing, sich ihm entgegenzustemmen, auf der Suche nach noch mehr Reibung. Dann riss sein Geduldsfaden.
„Härter“, keuchte sie und testete damit jene Grenze aus, die sie zwar benannt, aber noch nie ganz überschritten hatten.
Er kam ihrer Bitte nach. Der nächste Stoß hämmerte sie nach vorne, sodass die Ledermanschetten über ihrem Kopf rasselten. Haut klatschte auf Haut in einem scharfen, feuchten Rhythmus, der von den Wänden des Penthouses widerhallte. Alexanders Atem an ihrer Schulter wurde rauer. Er griff um sie herum, um erneut ihren Kitzler zu reiben. Seine Finger glitten mühelos über das geschwollene Nervenbündel, da sie so feucht war, dass es ihr bereits an den Oberschenkeln herunterlief. Das Glas drückte sich kalt und unnachgiebig gegen ihre Brustwarzen, während sich bei jedem Stoß die schwache Vibration des fernen Straßenverkehrs durch die Scheibe bis in ihre Brüste übertrug.
„Du wirst jetzt kommen, während jedes erleuchtete Fenster dich dabei beobachten könnte“, knurrte er. „Und du wirst mir danken, dass ich es dir erlaube.“
Der Orgasmus traf sie schnell und erbarmungslos; ihre Innenwände krampften sich in rhythmischen Zuckungen um ihn zusammen. Ihre Knie gaben komplett nach; nur die Fesseln und Alexanders fester Griff hielten sie noch aufrecht. Er vögelte sie unaufhaltsam durch ihren Höhepunkt hindurch und entlockte ihr auch noch das letzte Beben, bis sie wimmernd, völlig überreizt und zitternd an ihm hing.
Als er sich schließlich aus ihr zurückzog, drehte er sie zu sich um und griff nach oben, um das Leder von dem Ring über ihrem Kopf zu lösen. Ihre Arme fielen schwer und kribbelnd herab, als die Fesseln nachgaben. Alexander fing sie auf, bevor sie zusammensacken konnte, und ließ sie beide auf den dicken Teppich gleiten, der vor derselben endlosen Aussicht lag. Der dichte Flor des Teppichs strich sanft über ihre überempfindlichen Oberschenkel, während sich die restliche Feuchtigkeit auf seinem Schwanz warm an ihren unteren Rücken schmiegte. Er zog sie auf seinen Schoß, mit dem Rücken an seine Brust gelehnt, und griff nach der Wasserflasche und der weichen Decke, die er in der Nähe bereitgelegt hatte.
„Atme mit mir“, murmelte er und drückte die kühle Flasche an ihre Lippen. Sie trank in kleinen Schlucken, während seine Hände an ihren Armen hinabglitten und die Stellen massierten, in die sich die Fesseln gegraben hatten. Sein Schwanz, der immer noch hart war, ruhte an ihrem unteren Rücken, aber er machte noch keine Anstalten, es für sich zu Ende zu bringen. Diese Aftercare war genauso Teil des Spiels, wie es das Risiko am Fenster gewesen war.
Clara vergrub ihr Gesicht in seiner Halsbeuge, atmete den vertrauten Duft seiner Haut und die leichte Note von Schweiß ein. „Immer noch grün“, flüsterte sie mit rauer Stimme. „Aber ich brauche eine Minute, bevor wir die nächste Grenze testen.“
Alexanders Arme schlossen sich fester um sie. Draußen bewegte sich die Stadt weiter, völlig ahnungslos. Drinnen bewahrte das Glas sein Geheimnis, und sie blieben eng umschlungen, bis sich ihr Atem beruhigte und das Zittern nachließ. Erst dann hob er leicht ihr Kinn an. Seine dunklen Augen suchten in ihren nach jener stummen Bestätigung, die sie beide brauchten, bevor sie den nächsten Abgrund ausloteten.
